Neues Jahr, neues Glück

ich bin noch nicht angekommen im neuen jahr; hänge noch in den sekunden des übergangs zwischen alt und neu, vielleicht, weil es von so viel alt gewohntem abschied zu nehmen gilt!?

in vier wochen beginnt ein anderes leben:
ich drücke nochmals [wieder] einmal die "schulbank"; mein alltags-berufs-leben wird von morgens bis abends durch getaktet sein, manchmal auch an den samstagen, weil da bisweilen auch schule ist!
den stundenplan habe ich schon;
erhalten bei der "einschulung" am gestrigen tag mit einer großen wunderlichen schultüte.

irgendwie alles noch weit weg;
andererseits schon ganz nah dran mit problemen und herausforderungen, die sechsjährige normalerweise nicht haben, weil sie eltern haben, erziehungsberechtigte, die ihnen die steine, lasten des lebens, [noch] aus dem weg räumen, zumindest in dem alter.
es stellt sich als schwieriges unternehmen dar kurzfristig ein kleines appartement oder ein zimmer zu finden, in der anderen stadt, die mit öffentlichen verkehrsmitteln immerhin zwei zugfahrstunden von meinem lebensmittelpunkt entfernt.

keiner mag für zwei monate vermieten;
„mindestens 90 tage, nur an nicht-rauchenden herrn und wochenendpendler“ wollen die herrschaften am schulort ihre räume vergeben; selbstverständlich auch noch „eine monatsmiete kaution“ ; summa summarum komme ich für die ersten zehn schulwochen im besten fall auf 1800 euro miet[neben]kosten für ein etwa fünfzehn bis fünfundzwanzig quadratmeter-zimmer mit eigener nasszelle, im schlechtesten fall auf 2400 euro (wenn ich mich nicht verrechnet habe), die erhöhten aufwendungen für das essen sind noch nicht eingerechnet.
nicht inklusive sind in der kostenrechnung auch die ausgaben für "extra-touren", die in der zeit anfallen, weil es durchschnittlich alle zehn werktage für drei bis vier tage auf „exkursion“ geht mit einsatz an anderen orten, in denen in anderen unterkünften zu übernachten ist.

seit heute morgen frage ich mich, ob es überhaupt lohnt, aufgrund der zahlreichen exkursionen, wegen der paar wochen ein – unter dem strich – teures zimmer zu mieten.
wenn nur das pendeln nicht so strapaziös wäre;
laut deutsche-bahn-fahrplan, wäre ich jeden tag vierzehn-einhalb-stunden unterwegs [inklusive durchschnittlich neun stunden aufenthalt in der schule]: das heimathaus verließe ich morgens um fünf uhr vierzig, abends um zwanzig uhr dreißig wäre ich zurück, d.h. ich käme nur noch zum schlafen nach hause.
so weit ich weiß, gibt es eine arbeitszeitverordnung. danach ist die wöchentliche arbeitszeit auf 48 wochenstunden [dank europäischer kommission] begrenzt und eine ruhepause von wenigstens 10 stunden zwischen den arbeitstagen einzuhalten.
da der schulunterricht um acht uhr dreissig beginnt und um siebzehn uhr dreissig endet, einmal wöchentlich jedoch die schule bis zehn uhr abends geht und -wie geschrieben- samstagsunterricht stattfindet, zudem an den exkursionen auch abendrunden einzuplanen sind, wird bei dieser unterrichtsform in meinem individuellen „fall“ die arbeitszeitverordnung sicher in nicht unerheblichem umfang ausgehebelt.
da ich mir die schule nicht frei auswählen konnte, werde ich mir wohl, wenn nicht ein[e] freundliche[r] vermieter[in] am horizont auftaucht, unter verweis auf die arbeitszeitverordnung nur dadurch zu helfen wissen, dass ich eben ein- und auspendle und mir erlaube, morgens eine stunde später zu kommen… [was dann immer noch zu einer tagesbelastung von zwölfeinhalb bis dreizehneinhalb stunden führt].... zumal nolens volens [nicht wollend wollend] ich mir ohnehin ein pensions-hotel für den überstundenabend zu nehmen habe, der in der regel alle sieben bis zehn tage ansteht…

wer weiß, was noch alles aus der wundertüte kommt, die mann mir gestern überreichte!?
1616 mal gelesen
ulr23 (Gast) - 5. Jan, 06:53

Ist das real? Oder Dichtung?

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