...ohne [k]rasse Worte

Heute möchte ich mir [k]eine Zigarre einfangen. Daher versuche ich ein paar [friedliche] Wi[e]derworte zu geben. In welcher Form, das können Sie sich nun selbst heraussuchen, liebe Leserinnen und liebe Leser.

Auch wenn es mir, ehrlicher Weise, wahnsinnig schwer fällt. Das eine wie auch das andere.

Daher werde ich mich [nicht] zum [K]rass[sch]e[n] Gedicht äußern, gleichwohl es mich unter den Nägeln juckt.
Ich verdonnere mich selbst zum Schweigen. Zu einem Schweigen das einem Schweigegelübde gleichkommt.
Weil auch ich mitunter den Eindruck habe, dass wir Gefahr laufen, unsere Meinung [nicht mehr] frei und offen äußern zu dürfen, um an der nächstbesten Ecke, aus der nächst gelegenen Hecke eins [verdeckt] über gebraten zu bekommen.
Weil auch ich [in letzter Zeit] ein Gefühl von gleich geschaltet werden empfinde, wenn sich alle sogenannten Qualitätszeitungen wie die Geier auf einen Menschen stürzen und gemeinsames Medienbashing betreiben.
Ich denke dabei [nicht] an jene Personen, an die Sie gerade auch denken.

Falls Sie nun ein wenig verwirrt sind? Darüber nachdenkend, wie nun diese Hand voll Wi[e]derworte gemeint sind... Dann ist es wohl besser, noch ein paar Ostereier zu färben oder die Hasen frei zu lassen oder sich einfach drei Minuten lang auf das Samtpfötchen in meinem kleinen Video zu konzentrieren und dem Vogelkonzert lauschend zu meditieren... [Oooooooommmmmm]


1960 mal gelesen

Selbstversunken

Ein Morgenputz muss sein, mit Bäuerchen selbstverständlich. Von der Gelassenheit der Katzen könnten wir viel lernen. Von ihren bepinselten Ohren z. B. das Zuhören, was bei Menschen mit anderer Meinung immer schwer fällt. Selbstversunken lauscht der kleine Jäger dennoch dem Vogelgezwitscher, auch ihn lässt sein Instinkt nie ganz zur Ruhe kommen. Aber ein bisschen mehr scheint er doch von dem zu verstehen, was wir alle am Nötigsten "brauchen", nicht "verdienen" (!) (Melusine B.): Liebe und Frieden. Frohe Ostern!

Teresa HzW - 11. Apr, 14:56

@Bücherblogger

Hach, Deine Worte sind beinahe so meditativ wie die Ausstrahlung der Samtpfote. Dennoch: Lese ich da nicht einen Doppelsinn heraus ;-)

Was für ein schöner Osterwunsch, lieber Dietmar, ich habe ihn gern angenommen und hoffe, auch Du hattest fr[i]e[u]dvolle Ostern!?
Alles W-Ei-tere auf anderm Weg ;-)
Herzlich Teresa :-)
Jossele - 7. Apr, 12:04

Ich hab kein Schweigegelübte abgelegt.

Ich habe sein Gedicht gelesen und fand die Worte treffend.
Die Reaktionen, wider den Verstand, kann ich nicht nachvollziehen. Da war von "Hitlerrede" die Sprache, wo es eigentlich um Frieden geht, um den Verzicht von Erstschlägen, um Kontrolle und mögliche Mitschuld.

Ja sind wir denn jetzt alle deppert geworden?

Grub (Gast) - 7. Apr, 14:10

Das ist aber nur Ihre Meinung dass der Recht hat.
Jossele - 10. Apr, 09:23

Natürlich ist das meine Meinung, und ich kann noch immer keinen Antisemitismus oder faschistisches Gedankengut erkennen.
Man mag über Wortwahl, Inhalt und Beweggründe von Grass disputieren, aber doch bitte nicht in dieser platten Gut-Böse Manier.
Teresa HzW - 11. Apr, 15:05

@Jossele

Ihr letzter Satz, formuliert wie eine rhetorische Frage, den dachte ich auch, als ich zum ersten Mal davon gehört, vor allem nachdem ich das Gedicht des Anstosses gelesen.... "San`etzo ollä däppat worn!?"

Ansonsten schallte mein Echo, das ich wie ein Metronom beim Lesen jedes Ihrer Worte klopfte - dieses "Jawoll, jawoll, jawoll" - wahrscheinlich bis in die schönen Donauauen hinunter... ohne Ihnen damit die "Anten" vertreiben wollend.

Meine ernsthaftere Auseinandersetzung mit dem "Grass-schen Gedicht" lesen Sie gleich im heutigen Tageseintrag hier... sonst würden sich alle treuen Leser, wie Sie auch, lieber Jossele, die Finger wund scrollen.
Und Sie sollen doch weiterhin Kommentare schreiben können bei mir wie auch den anderen ;-)))
Bubi40 - 7. Apr, 12:29

gestern sendete das "Kulturradio vom RBB" ein hörerforum, in dem es um das bewusste gedicht ging. es gab nicht einen einzigen anrufer, der sich durch das gedicht provoziert gefühlt hätte. fast einhellig war man der meinung, dass dieses gedicht hat geschrieben werden müssen.
manchmal ist es richtig, mit dem strom zu schwimmen ...

Teresa HzW - 11. Apr, 15:08

@Josef

auch durch Ihren Kommentar fühlte ich mich ermutigt, nochmals kraftvoll in die Tasten zu greifen und zu schreiben... den ERTRAG lesen Sie gleich... im neuen Tageseintrag von heute :-)
Franz (Gast) - 15. Apr, 09:15

Ja weil die Leute deppert sind, weil Sie nicht die lesen, die sich wirklich mit dem Nahen Osten befassen, sondern so ein deppertes Gewinsels eines Langweilers lauschen. Das zeigt die ganze Kreaitivität dieses Landes. Die lesen nicht David Grossman oder Boulem Sanal. Die lesen Blödsinn und nicken es ab.
steppenhund - 7. Apr, 14:03

anstatt ...

selbst Stellung zu beziehen, verweise ich auf den diesbezüglichen Beitrag von Alexander Wallasch, der ganz meine Meinung wieder gibt. Vor allem der Link auf Schirrmacher ist lohnenswert zu lesen, falls das nicht sowieso bereits zur Pflichtlektüre gehört.

Alexander Wallasch - 11. Apr, 07:40

Vielleicht bin ich auch gerne Ihrer Meinung,

Ihr Wallasch.
Teresa HzW - 11. Apr, 15:17

@Steppenhund

Ihrer Fährte bin ich gern gefolgt, lieber Steppenhund und auf einem anderen interessanten Blog und einer Meinung, die es knackig auf den Punkt bringt, gelandet.

Allerdings zog ich es am Wochenende vor, ergänzend
die Süddeutsche mit dem Grass`Interview zu lesen anstatt mir in der FAZ die beiden Pro-und Contra-Essays zu Gemüte zu führen ;-)
[obwohl die gewiss auch lesenswert...]
Teresa HzW - 11. Apr, 15:20

@Alexander Wallasch

Vielleicht finden Sie ja in meinem heutigen Eintrag "Krasse Worte" eine Anregung, eine Inspiration für einen Ihrer nächsten Artikel, Herr Wallasch.
Lust.Bar - 10. Apr, 22:10

schweigen
zum inhalt

reden zur form

man füge einfach
völlig unmotiviert
in einen text

leer zeichen und
zeilen
schaltungen
ein und behauptet
dann einfach

das wäre
ein gedicht

das musste
mal gesagt
werden

nicht sein

Teresa HzW - 11. Apr, 15:27

@LUST.BAR

Für.Wahr
Lust.Wandelnd.
An einer Bar.
Lust.Voll wäre
ein
sp[i]rit[irendes]
Getränk
nippend.

OHNE
nachzudenken.
Wann?
Ein Gedicht
dicht[end]
ist.

Wi[e]der[W]Orte
dank[e] sagend
jener
Lust.Bar
welche
dichtend
hier gewesen.

;-)
Teresa HzW - 11. Apr, 11:19

...ohne [k]rasse Worte

"Heiden-Ei" - "seiht da Schwob",
wenn es ein solch` turb[o]{lent}mäßiges Stelldichein gibt, während die Samtpfote meditativ dem bunten Treiben in diesem Kommentarstrang zusieht.

Weil ich Ihrer aller Kommentare wohl mit dem einen oder anderen Wi[e]derWorte dazu nicht gerecht würde, wohl aber [d]noch das ein-e oder ander-e dazu zu sagen hätte [was ich vielleicht auch tun werde], brüte ich zur Stunde an einem Folge-Wi[e]derworte-Eintrag... falls das nun wirr klingt... ich bin mitten in Gedanken und wollte nur ein kleines Feedback geben... also... noch ein bisserl "gemach... gemach....", weil leider fließen die Gedanken noch nicht von selbst mittels Telepathie aus den Gehirnwindungen ins Blog hinein ;-)

Und die netten Oster[m]-ai[l]er bitte ich noch um etwas mehr Geduld... :-)

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